Kindern mit Bonfaremo die Welt öffnen !

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Felix Garbe ist der Gründer von Bonfaremo. Er ist ein junger Mann, der mit Bonfaremo – und den Helfern vor Ort – versucht, Kindern in Afrika ein besseres Leben zu ermöglichen und durch Bildung die Türen zu neuen Welten zu öffnen. Im Interview berichtet Felix ausführlich über die Organisation. Dafür zu erst mal vielen, vielen Dank!

 Vor dem Interview möchte ich Ihnen kurz erzählen, wie leicht es ist für Bonfaremo zu spenden. Zuerst besucht man die Webseite der Organisation www.bonfaremo.org. Anschließend wählt man ein Projekt, das man unterstützen will. Auf der Webseite sieht man dann zum Beispiel die virtuelle Darstellung eines Klassenzimmers, das gebaut werden soll. Nun kann man auf die Stühle, Tische, Fenster etc. klicken und so für diese Gegenstände spenden. Es ist sogar möglich, seinen Namen auf gespendete Gegenstände zu schreiben. Ist es nicht ein schöner Gedanke zu wissen, dass auf dem Stuhl, den man spendet, ein Kind sitzen wird, das ihn braucht und man dazu beiträgt, dass sich die Türen der Welt für diese Kinder öffnen?

Ich hoffe, dass Bonfaremo jeden Tag größer wird und in Zukunft noch viele weitere Projekte durchführt.

 

 

Nun zum Interview:

 

flz: Hallo Felix! Zu erst bedanke ich mich bei Dir sehr, dass Du Dir für mich Zeit genommen hast. Kannst Du uns kurz erzählen, wer Du bist?

Felix: Das ist freilich nicht leicht zu beantworten – zumindest nicht in wenigen Sätzen. Ich bin in einer kleinen Stadt aufgewachsen, dort zur Schule gegangen und habe ein normales Abitur gemacht. Ich war ein ziemlich fauler Schüler, tat mich des Öfteren schwer, mich an an Regeln zu halten und war im Nachhinein betrachtet nicht gerade zurückhaltend oder bescheiden. Ich würde so weit gehen und mein pubertierendes Ich als recht arrogant und herablassend zu bezeichnen. Mit 15 Jahren habe ich dann eine Internet-Firma gegründet – eigentlich aus reiner Langeweile, weil mich die Schule nie wirklich in Anspruch nehmen konnte. Aber auch, um schnell Geld zu verdienen. Damals war ich davon überzeugt, so früh wie möglich hinter einem dicken Schreibtisch in einem möglichst hohen Bürogebäude sitzen und als Vorstand irgendeiner Firma das grosse Geld verdienen zu wollen.

Ein Jahr vor meinem Abitur nahm ich dann an einer Reise nach Gambia in Westafrika teil und das hat vieles in mir verändert. Ich bin immer weiter von meinen kranken Idealen abgerückt und habe mir zunehmend mehr Gedanken über andere Menschen gemacht. Hier irgendwo liegt der Ursprung der Idee zu Bonfaremo. Nach meinem Abitur habe ich meine Firma dann abgegeben und ein Studium in Regensburg begonnen. Seit Jahren war ich mir sicher gewesen, dass BWL das einzig Richtige für mich sein musste. Nach wenigen Wochen in Regensburg war ich mir jedoch schon sicher, dass ich mich damit gründlich getäuscht hatte und brach mein Studium ab. Nun hatte ich plötzlich Zeit und zum ersten Mal in meinem Leben war ich an überhaupt nichts mehr gebunden. Also begann ich, jene Idee zu verwirklichen aus der dann am Ende Bonfaremo wurde.

flz: Du bist der Gründer von Bonfaremo. Was ist denn Bonfaremo?

Felix: Ich bin einer der Gründer, tatsächlich war damals ein ganzes Team beteiligt sonst wäre das auch niemals gegangen – ich selbst kann nicht mehr als eine einfache Website programmieren. Was Bonfaremo ist, lässt sich eigentlich in einem Satz sagen: wir sind eine Organisation, die sich für Kinder in den ärmsten Ländern dieser Welt einsetzt, indem wir ihnen zu einer möglichst guten Ausbildung verhelfen – dem Grundstein eines selbstständigen Lebens.

Das Besondere an uns ist die Grundidee, die Art, wie wir Spenden für unsere Projekte sammeln. Im Gegensatz zu ähnlichen Organisationen beziehen wir unsere Unterstützer in die Projekte mit ein und bieten wesentlich mehr Transparenz als üblich. Auf unserer Website www.bonfaremo.org kann man daher unsere Projekte einsehen und neben umfangreichen Texten und vielen Fotos findet man dort eine dreidimensionale Ansicht der Räumlichkeiten, die wir erbauen möchten. Benötigt eine Schule zum Beispiel im nächsten Jahr ein neues Klassenzimmer oder einen Schlafsaal, so planen wir den Bau und skizzieren das Gebäude am Computer. Dann werden einzelne Bauteile mit Preisen versehen, so dass sie alle zusammen genau den Betrag ergeben, der für den Bau benötigt wird. Und im Internet kann man dann an dem Gebäude mitbauen und zum Beispiel einen Stuhl oder ein paar Backsteine kaufen. So weiss man genau, wofür die eigene Spende dann verwendet wird und hat mehr Bezug zu dem Projekt.

flz: Kannst Du uns das Team von Bonfaremo vorstellen?

Felix: Das Team besteht nicht immer aus gleich vielen Mitgliedern, da ständig neue Helfer hinzukommen und die Aufgaben neu verteilt werden. Da wir alle Studenten sind, sind nicht immer alle zur gleichen Zeit verfügbar und wir müssen regelmäßig nach neuen Programmierern und Helfern Ausschau halten. Besonders an der Entwicklung unserer Website beteiligt waren und sind jedoch Jakob Niggel, Gabriel Zink und die Design-Agentur Milch und Honig aus München. Ausserdem haben wir seit Juli diesen Jahres einen neuen 2. Vorstandsvorsitzenden: Tim-Hendrik Meyer aus Berlin, den ich in Afrika kennen gelernt habe und der seitdem viel für Bonfaremo und unsere Projekte geleistet hat.

flz: Wie hat sich Bonfaremo seit der Gründung entwickelt?

Felix: In der Nacht auf den 18. August sind wir letztes Jahr mit unserer Website online gegangen. Damals hatten wir ein Projekt in Tansania. Wir haben damals Geld für zwei neue Klassenzimmer gesammelt. Ein Jahr später haben wir drei Projekte, eines davon wird von uns alleine aufgezogen. Unsere Mitgliederzahl hat sich vervielfacht, diese kommen bereits aus mehreren Ländern Europas und die ersten Volontäre fahren nach Afrika, um vor Ort mit anzupacken. Wir konnten bereits zwei Klassenzimmer, eine Bücherei und einen Wasserbrunnen finanzieren. Ausserdem ist bereits jetzt der Grundstein für unsere neue Grundschule in Kenia gelegt, welche im nächsten Jahr die ersten Kinder besuchen werden.

Inzwischen folgen uns fast 700 Menschen auf Facebook und es gab bereits Feste, eine Spendenaktion der Firma Groupon, mehrere Spenden-Sammlungen durch engagierte Personen und ein grosses Benefiz-Konzert für Bonfaremo und vieles mehr. Diese Entwicklung übersteigt auf jeden Fall meine Erwartungen, keine Frage!

flz: Was ist bei Bonfaremo anders als bei anderen Hilfsvereinen?

Felix: Wie oben schon erwähnt unterscheidet sich unsere Art, Spenden zu sammeln, sehr deutlich von der Vorgehensweise ähnlicher Organisationen. Ein weiterer Unterschied mag die Offenheit sein, mit der wir unsere Organisation führen. Es ist ganz gleich, wer jemand ist oder was jemand kann: jeder ist herzlich willkommen, sich uns anzuschliessen und mit anzupacken! Wir möchten uns nicht abschotten oder grosse Maßstäbe setzen, sondern wir verstehen Bonfaremo als eine Plattform. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass unsere „Jugend“, wie man meine Generation noch nennt, bei weitem nicht so schlecht und frei von Idealen ist, wie gerne behauptet wird. Vielen fehlt nur die Plattform, auf der sie sich einfach engagieren und etwas bewegen können. Bonfaremo kann dies sein und ist es bisher auch schon für einige Menschen, die sich allesamt vor einigen Monaten noch nicht einmal gesehen haben. Diese offene Zusammenarbeit macht Bonfaremos o kreativ, erfolgreich und interessant.

flz: Kannst Du genauer erklären, wie der Prozess des Spendens bei Bonfaremo abläuft?

Felix: Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Unsere Website ist das Portal, über das uns die meisten Spenden erreichen. Hier kann man entweder für einzelne Bauteile eines neuen Gebäudes spenden, wie oben bereits erwähnt. Ausserdem kann man auch für ein Projekt als Ganzes spenden und es uns überlassen, wo innerhalb dieses Projekts das Geld am dringendsten gebraucht wird. Oder man spendet schlicht an Bonfaremo und wir verwenden das Geld dann, um eventuelle Engpässe zu überbrücken oder unerwartete Löcher zu stopfen. In jedem Fall wird das Geld ausschliesslich für unsere Projekte verwendet, da wir bereits bei unserer Gründung vertraglich festgelegt haben, dass keiner von uns je Geld für seine Arbeit bekommen kann.

Des Weiteren suchen wir auch stets Pateneltern für Kinder aus sehr armen Familien, die nicht zur Schule gehen können, wenn sie nicht finanziell unterstützt werden. Auf unserer Internet-Seite findet man eine Übersicht dieser Kinder und kann dort auch eine Patenschaft abschliessen.

Normalerweise stellen wir dann eine offizielle Spendenquittung aus, damit der Spender den Betrag am Ende des Jahres steuerlich geltend machen kann. Wir sind beim Finanzamt als gemeinnützig arbeitend anerkannt und sind damit berechtigt, solche Bescheide zu erstellen.

flz: Menschen spenden oft nicht, weil sie aufgrund von Gerüchten oder schlechten Erfahrungen befürchten, dass das gespendete Geld nicht da ankommt, wo es gebraucht wird. Warum sollte man Bonfaremo vertrauen?

Felix: Ja, wir kennen diesen gewissen Ruf gut, der einigen wohltätigen Organisationen voraus eilt. Wir versuchen daher, so viel Transparenz wie möglich zu schaffen, um das Vertrauen unserer Unterstützer zu gewinnen und jedem Spender möglichst anschaulich zu zeigen, wofür wir die Spenden verwendet haben. So veröffentlichen wir regelmäßig aktuelle Fotos und Berichte aus Afrika und offizielle Bescheinigungen von öffentlichen Stellen wie dem Finanzamt, das uns bestätigt, dass wir rein wohltätig arbeiten und die Spendengelder ordnungsgemäß verwenden.

flz: Kannst Du uns von den Projekte erzählen, die durch die Spenden durchgeführt werden konnten oder für die Zukunft geplant sind?

Felix: Als wir Bonfaremo vor einem Jahr gegründet haben, hatten wir ein erstes Projekt: die Msafiri English Medium Pre- and Primary Schools in Kisangara, Tansania. Dort mussten zwei neue Klassenräume gebaut werden und wir haben begonnen, für diese Bauarbeiten Spenden zu sammeln. Im Mai 2012 konnte der Bau dieser beiden Klassenzimmer dann abgeschlossen werden. Vorerst sind an dieser Grundschule keine weiteren Bauarbeiten geplant, wir versuchen derzeit jedoch, Pateneltern für bedürftige Schüler zu vermitteln.

Während meiner Reise nach Afrika lernte ich in der Nachbarschaft dieser Schule ein weiteres Projekt kennen: das Malage Workshop & Vocational Training Center. Dabei handelt es sich um eine Berufsschule für junge Erwachsene, die nach der Grundschule keine weitere Ausbildung mehr erfahren haben und hier einen praktischen Beruf erlernen können, um sich damit eine eigenständige Existenz aufbauen zu können. Hier haben wir eine neue Bücherei erbaut und einen Brunnen gegraben. Weiterhin wird ein neuer Schlafsaal und ein Klassenzimmer benötigt, wofür wir weiterhin Spendengelder sammeln, um diese Bauarbeiten durchführen zu können.

Unser drittes uns neustes Projekt ist die Kings’ Academy, eine geplante Grundschule in Loitokitok, Kenia. Zusammen mit einem Lehrer namens Peterson Nyaga haben wir die Planung dieser Schule auf einem Grundstück seiner Familie geplant und seit August führen wir dort Bauarbeiten durch. Seitdem sind Volontäre von Bonfaremo vor Ort, um die einheimischen Arbeiter und Peterson beim Aufbau der neuen Schule zu unterstützen. Wenn wir genügend Spendengelder erhalten, werden die ersten Kinder ab Januar nächsten Jahres diese Schule besuchen.

flz: Was ist das Ziel von Bonfaremo?

Felix: Unser Ziel ist die Unterstützung von Schulen und Kindern in Afrika. Wir unterstützen derzeit drei Projekte, da unsere bisherigen Spenden dafür ausreichen. Je mehr Unterstützung wir erhalten, desto mehr können wir in Afrika leisten und desto mehr Projekte können wir fördern. Sicher ist, dass wir für unsere Projekte arbeiten werden, so lange wir ausreichend Spenden erhalten und unsere Arbeit auch ausweiten werden, wenn dies möglich sein wird.

flz: Was erwartet Ihr als Team von den Menschen, die selbst nicht auf Hilfe angewiesen sind?

Felix: Wir erwarten, dass sich jeder mit den Problemen auseinander setzt, die es auf unserer Welt gibt und eines der größten Problem ist die Armut, unter der Millionen von Menschen leiden müssen. Es ist uns bewusst, dass nicht jedermann aktiv etwas gegen diese Probleme unternehmen kann, aber man sollte diejenigen Menschen unterstützen, die dies tun. Wir hier in Deutschland genießen einen unglaublichen Wohlstand und selbst den ärmsten Menschen hier geht es um Längen besser als den meisten Menschen in Afrika. Außerdem beruht unser Wohlstand zum großen Teil darauf, dass viele andere Menschen weniger haben als wir und sich von uns ausnutzen lassen. Ein Lebensstandard wie in Deutschland lässt sich unmöglich für jeden Menschen dieser Welt realisieren, dafür reichen die Ressourcen schlichtweg nicht. Daher ist es unsere Verantwortung, uns darüber bewusst zu werden und denjenigen Menschen ein wenig zu helfen, die weniger Glück hatten und in einem anderen, einem ärmeren Teil dieser Welt geboren wurden.

flz: Kann man mit Spenden Menschen auf Dauer helfen wenn ja wie?

Felix: Ja, das kann man auf jeden Fall. Durch Spendengelder können sinnvolle Projekte realisiert werden, die jungen Menschen eine gerechte Chance auf eine bessere Zukunft geben. In Afrika beispielsweise kann der Staat meist nicht dafür Sorge tragen, dass jedes Kind eine angemessene Ausbildung erhält, wie es in Deutschland der Fall ist. Diese Ungerechtigkeit können wir ausgleichen, indem wir private Projekte fördern und mehr Kindern eine gute Ausbildung verschaffen. Bildung fördert Kreativität und macht Innovationen und Verbesserungen erst möglich. Daher führt die dauerhafte Unterstützung von Bildungs- und Schulprojekten auf jeden Fall zu Verbesserungen ganzer Gesellschaften.

Man muss sich nur einmal vorstellen, wo Deutschland stünde, wenn nur ein Teil der Menschen hier eine fundierte Ausbildung erfahren hätte und der überwiegende Rest für kaum einen beruf qualifiziert wäre.

flz: Viele Leute sagen das Spenden nur kurzfristige Lösungen sind, die langfristig dazu führen, dass die Menschen nicht arbeiten wollen. Also so ähnlich, wie es manchmal auch von Hartz IV – Empfängern in Deutschland behauptet wird. Was denkst Du oder das Bonfaremo Team darüber?

Felix: Das mag für bestimmte Projekte zutreffen, wenn die Gelder beispielsweise direkt oder willkürlich vergeben werden und man sollte sich sicherlich informieren, wofür die eigene Spende verwendet wird. Bonfaremo jedoch investiert die Spendengelder in den Ausbau von Schulen und in die Unterstützung von Schulkindern. Das bedeutet, dass niemand von uns Bargeld erhält, aus welchen Gründen auch immer. Wir unterstützen Schulen und bauen selbst neue Einrichtungen auf, damit mehr Kinder Zugang zu Bildung erhalten und somit später einen guten Beruf ergreifen können. Wir vermitteln Chancen und belohnen keine Faulheit, das ist ein wichtiger Bestandteil sinnvoller Entwicklungshilfe. Dafür ist außerdem wichtig, dass wir bei keinem unserer Projekte die Leitung übernehmen, sondern lediglich die einheimischen Initiatoren und Verantwortlichen eines Projekts unterstützen und beraten. Wir nehmen ihnen keine Arbeit ab, sondern fördern ihre Innovationen und ihre Arbeit für Kinder.

flz: Wenn Menschen kein Geld spenden wollen oder können, was können Sie beitragen?

Felix: Es hilft uns sehr, wenn mehr Menschen von unserer Arbeit erfahren und wir so weitere Unterstützer finden. Außerdem sind wir stets auf der Suche nach aktiven Helfern, die sich unserer noch jungen Organisation anschließen. Es gibt viele Bereiche, die wir weiter ausbauen möchten und wir sind offen für jede Art neuer Ideen. Wer sich also für Afrika engagieren möchte, selbst jedoch kein Geld zum Spenden hat, kann uns bei der Arbeit an unseren Projekten helfen!

flz: Was denkst Du und das Team über Kleiderspenden? Menschen, denen es gut geht, geben z.B. ihre Kleider nur um sie los zu werden. Macht das Sinn? Oder, genauer gesagt, sind die Probleme der Bedürftigen so klein, dass man sie mit Kleiderspenden lösen kann?

Felix: Grundsätzlich finde ich jede Art von Spenden lobenswert und wenn ich daran denke, wie viel überflüssige Kleidungsstücke viele von uns in ihren Schränken haben, gibt es hier noch viel Potential. In Afrika tragen sehr viele Menschen Kleidung, die Menschen in Europa oder Amerika aussortiert haben und die meisten von ihnen könnten sich sonst überhaupt keine Kleidung leisten. Wer kein Einkommen hat, ist froh, wenn er etwas zu essen bekommt und das macht es freilich unmöglich, Geld für Kleidung auszugeben. Durch das Spenden von Kleidung kann man diesen Menschen auf jeden Fall helfen, aber die größten Probleme werden dadurch nicht gelöst.

flz: Welche Probleme gibt es beim Sammeln von Spenden? Ich habe selbst auch mal für kleinere Projekte Spenden gesammelt, bei denen der Zweck und die Verwendung der Spenden sehr transparent waren. Zu sehen, wie geizig viele Menschen sind, hat mich sehr aufgeregt. Klar, es muss jeder selbst entscheiden, ob er spenden will, aber bei mir entwickeln sich da schnell sehr negative Gefühle. Was denkst Du/Ihr darüber?

Felix: Freilich gibt es immer Menschen, die zu sehr auf sich selbst fokussiert sind, um anderen helfen zu wollen. Das ist bedauerlich und auch anstrengend, aber es wird sich wohl nicht ändern und damit müssen wir uns abfinden. Bisher haben wir auch wirklich gute Erfahrungen gemacht und viele Menschen getroffen, die uns großzügig unterstützt haben und es weiterhin tun. Immer mehr Menschen schließen sich Bonfaremo an, kommen mit uns nach Afrika um vor Ort zu helfen und oder werben für Spenden. Wir bestehen zwar erst ein Jahr, aber bisher kann ich zufrieden feststellen, dass es viele Menschen gibt, die verstehen, dass man etwas für die ärmsten Menschen dieser Welt tun muss!

 flz: Lieber Felix, ich bedanke mich ganz herzlich bei Dir, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich wünsche Dir und Bonfaremo alles Gute und viele Spenden!

Hier noch mal für Interessentin die Kontakt Informationen:

https://bonfaremo.org
https://www.facebook.com/Bonfaremo

 

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